Bindung und Engagement stärken: Innovative Personalarbeit von den Besten lernen

Erfolgreiche Personalarbeit braucht mehr als gute Absichten – sie braucht konkrete, erprobte Maßnahmen und den Mut zur Umsetzung. Der interaktive Innovationsworkshop mit Great Place to Work® zeigte anhand konkreter Best Practices, wie innovative Personalarbeit gelingt und wie sich Engagement und Bindung gezielt stärken lassen.

Die Idee-Gallerie Die Idee-Gallerie
Die Teilnehmenden begaben sich auf eine Ideen-Reise.

Austausch und Impulse für moderne Personalarbeit

Susanne Sabisch-Schellhas und Anne Zoppelt bei ihrer Einleitung. Susanne Sabisch-Schellhas und Anne Zoppelt bei ihrer Einleitung.
Anne Zoppelt (links) Susanne Sabisch-Schellhas (rechts) leiteten die Veranstaltung ein.

Susanne Sabisch-Schellhas, Projektleitung von ddn Hamburg, und Anne Zoppelt, Moderatorin des Forums Employer Branding und New Work, begrüßten die Teilnehmenden im Haus der Wirtschaft. "Sie alle stehen vor der Herausforderung, in Zeiten von Fachkräftemangel und steigenden Erwartungen attraktive Arbeitsbedingungen zu schaffen", so Sabisch-Schellhas. "In diesem Workshop wollen wir von den Besten lernen und konkrete Ableitungen schaffen."

Im Mittelpunkt standen zentrale Fragen der modernen HR-Arbeit.

Was fördert die Identifikation von Mitarbeitenden mit ihrem Unternehmen? Welche Faktoren stärken Motivation, Engagement und Bindung nachhaltig?

"Attraktive Arbeitgeber entstehen nicht durch Maßnahmen allein", so Anne Zoppelt, "sondern durch das, was Mitarbeitende tatsächlich erleben."

Die Teilnehmerinnen im Publikum Die Teilnehmerinnen im Publikum
Die Teilnehmenden stellten sich persönlich vor, um besser in den Austausch kommen zu können.

Repräsentative Umfrage unter Beschäftigten

Den inhaltlichen Auftakt gestaltete Andreas Schubert, Mitbegründer und Geschäftsführer von Great Place To Work® Deutschland. Auf Basis langjähriger Forschung und aktueller Umfrageergebnisse zeigte er auf, was Mitarbeitenden wirklich wichtig ist und welche Faktoren echte Arbeitgeberattraktivität ausmachen.

Der Stolz auf die eigene Leistung und die des Unternehmens führte als Treiber für Bindung und Engagement das Ranking an. Und auch auf den folgenden Plätzen waren es weniger monetäre als ideelle Faktoren, die angegeben wurden: erlebter Teamgeist, Beteiligung an Entscheidungen, Vertrauen in Führung, aber auch psychisch-emotionale Gesundheit.

Basierend auf diesen Erkenntnissen bieten sich HR-Abteilungen viele Möglichkeiten, die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern.

Bild von Andreas Schubert Bild von Andreas Schubert
Andreas Schubert präsentierte die Umfrageergebnisse.

In einer Best-Practice-Ausstellung konnten die Teilnehmenden im Anschluss innovative Personalmaßnahmen ausgezeichnet­er Unternehmen kennenlernen. Die Beispiele machten deutlich, wie vielfältig erfolgreiche Ansätze sein können – von neuen Feedbackformaten, über Teilzeitausbildung bis hin zu innovativen Führungsmodellen.

Tandem betrachtet Tafel mit HR-Ideen Tandem betrachtet Tafel mit HR-Ideen
Die HR-Ideen waren als Galerie aufgearbeitet.
Tandem vor einer Idee-Tafel Tandem vor einer Idee-Tafel
Vor den Tafeln wurden auch von eigenen Best Practices berichtet.

In Tandems bewegten sich die Gäste durch die Ideen, die an rund 25 Tafeln beschrieben waren. Sie markierten mit Punkten, welche Ideen sie besonders beeindrucken und welche sie auch für ihr Unternehmen als passend einstuften. Die drei Tafeln mit der höchsten Punktzahl für die Aussage "Würde ich gerne bei uns umsetzen" wurden zur weiteren Bearbeitung ausgewählt.

Co-Creation: Von der Idee zur konkreten Maßnahme

Damit begann die zentrales Phase des Workshops: die Co-Creation. Für drei Teilnehmende, die eine der ausgewählten Ideen für ihr Unternehmen praktisch weiterentwickeln wollten, erarbeiteten die Gruppen gemeinsam konkrete Schritte zur Umsetzung.

Dabei standen praxisnahe Fragen im Fokus:

  • Welche Ziele sollen erreicht werden?
  • Wie kann eine Maßnahme konkret ausgestaltet werden?
  • Welche Herausforderungen sind bei der Umsetzung zu beachten?
Die Teilnehmenden vor den Tafeln mit Snacks im Vordergrund. Die Teilnehmenden vor den Tafeln mit Snacks im Vordergrund.
Bei Snacks und Getränken kamen die Teilnehmenden in den Austausch.

Ergebnisse mit Praxisbezug

Zum Abschluss präsentierten die Gruppen ihre erarbeiteten Konzepte.

Ideen-Gruppe: KI-Akademie

Die erste Gruppe übernahm die Aufgabe, eine KI-Akademie zu gestalten. Die Nutzung von KI stand im Unternehmen noch ganz am Anfang und war noch nicht bei allen Mitarbeitenden angekommen.

Als Ziel definierten die Gruppenmitglieder unter anderem die Entwicklung einer klaren KI-Strategie, machten Vorschläge zur Ausgestaltung – von der Weiterentwicklung des Mindsets bis hin zur Definition von KPIs – und erarbeiteten einen detaillierten Umsetzungsplan mit acht konkreten Maßnahmen.

Tafel mit der Idee: KI-Akademie Tafel mit der Idee: KI-Akademie
Die Idee: KI-Akademie

Ideen-Gruppe: Comback-Ticket

Das Comeback-Ticket als Rückkehroption für ausscheidende Mitarbeitende stand im Fokus einer zweiten Gruppe. Anhand eines mittelständischen IT-Dienstleisters, der diese Möglichkeit bereits informell praktiziert, entwickelte die Gruppe ein Konzept zur Formalisierung der Maßnahme. Ziel war es, die gefragte Gruppe der SAP-Beratenden für das Unternehmen zurückzugewinnen und gleichzeitig Gehaltssprünge zu vermeiden.

Die Entscheidung soll bei den Führungskräften liegen, die ein solches Ticket anhand transparenter, klar definierter Kriterien auf Basis des bestehenden Rollen- und Kompetenzmodells vergeben. Eine Präsentation vor der Geschäftsführung wäre ein erster Schritt zur Umsetzung.

Tafel mit der Idee: Comeback-Ticket Tafel mit der Idee: Comeback-Ticket
Die Idee: Comeback-Ticket

Idee-Gruppe: Pflegelotsen

Die dritte Gruppe erarbeitete ein Konzept zur Einführung von Pflegelotsen in einem mittelständischen Unternehmen mit Büroarbeitsplätzen. Bei einem Durchschnittsalter von 35 Jahren sind bislang nur Einzelfälle aufgetreten, dennoch möchte das Unternehmen dem demografischen Wandel mit Blick auf die Zukunft präventiv begegnen.

Wichtig ist dabei, die Führungskräfte einzubeziehen. Zudem soll eine Wissensbörse als erste Informationsquelle eingerichtet werden. Als erste Maßnahmen schlägt die Gruppe eine Interessenabfrage unter den Mitarbeitenden sowie die Bildung eines heterogen besetzten Projektteams vor. Regelmäßige Kommunikation soll dazu beitragen, das Thema zu enttabuisieren und Offenheit im Umgang mit betroffenen Kolleginnen und Kollegen zu fördern.

Die Ergebnisse zeigten eindrucksvoll, wie durch Austausch und strukturierte Zusammenarbeit konkrete und umsetzbare Ideen entstehen können.

Tafel mit der Idee: Pflegelotsen Tafel mit der Idee: Pflegelotsen
Die Idee: Pflegelotsen

Netzwerken und nachhaltiger Austausch

Die Teilnehmenden nutzen auch anschließend noch die Gelegenheit, sich weiter auszutauschen, Kontakte zu vertiefen und neue Impulse mitzunehmen. "Der Workshop machte deutlich: Erfolgreiche Personalarbeit lebt vom Dialog, von erprobten Ideen – und vom gemeinsamen Weiterdenken", so Susanne Sabisch-Schellhas.

Gemeinsam mit Andreas Schubert freute sie sich über die tollen Ergebnisse des Workshops.

Andreas Schubert und Susanne Sabisch-Schellhas Andreas Schubert und Susanne Sabisch-Schellhas