Welche Erfahrungen, Bedarfe und Unsicherheiten gibt es rund um die Beschäftigung und Ausbildung von Menschen mit Behinderung in Unternehmen?
Wir haben das Unternehmensnetzwerk von ddn Hamburg gefragt und wertvolle Einblicke und fundierte Einschätzungen aus der Praxis bekommen. Vielen Dank an alle Unternehmen, die sich die Zeit genommen haben, auf unsere Umfrage zu reagieren. Lesen Sie hier die Auswertung und welche Hinweise auf praxisnahe Lösungen für einen inklusiven Arbeitsmarkt sie geben. In den nächsten Schritten sind konkrete Ableitungen daraus geplant.
Inklusionsinteresse des Unternehmens
Ist Ihr Unternehmen daran interessiert, Menschen mit einer für die Teilhabe am Berufsleben relevanten Behinderung zu halten, einzustellen bzw. auszubilden?
Unternehmen zeigen mehrheitlich ein erkennbares Interesse daran, Mitarbeitende mit einer Behinderung zu beschäftigen
Einige Unternehmen sind ambivalent
Gründe der Inklusionsförderung
Welche Gründe motivieren Ihr Unternehmen, Inklusion zu fördern? (Mehrfachauswahl möglich)
Unternehmen haben ein echtes Motiv, Inklusion auf Grundlage ihrer Unternehmenswerte und des sozialen Engagements zu fördern
Die Förderung von Inklusion soll aber auch auf ihre Diversitäts- und Nachhaltigkeitsstrategie einzahlen und dabei helfen, die vielfältige Fachkräftebasis zu sichern
Es spielt auch eine Rolle, gesetzliche Vorgaben zu erfüllen
Herausforderungen der Inklusion
Wo liegen die größten Herausforderungen, diese Zielgruppe für Ihr Unternehmen zu gewinnen und anzustellen? (Mehrfachauswahl möglich)
Die größte Herausforderung für Unternehmen besteht darin, eine sichere Leistungseinschätzung bei potenziellen Mitarbeitenden mit einer Behinderung und eine gute Passung mit den Tätigkeiten zu erreichen
Mangelndes Wissen und Inklusionskompetenzen in der Belegschaft und bei Führungskräften hemmen bei knapp 50 % der Befragten die Einstellungsbereitschaft
Knapp 50 % der Befragten sehen Probleme drain, nicht barrierearm genug zu sein
Unterstützungsangebote für Inklusion im Unternehmen
Welche Angebote würden Ihr Unternehmen dabei unterstützen, Menschen mit einer Behinderung zu gewinnen, anzustellen und langfristig zu binden? (Mehrfachauswahl möglich)
Unternehmen wünschen sich gezielte Schulungen für die Personalabteilungen und Führungskräfte, die Schulungen sollen
Wirksam sein und Hand in Hand gehen mit Beratung zu Fördermöglichkeiten, Unterstützung bei Tätigkeitsanpassungen (job carving / job crafting) und der Gestaltung von Arbeitsplätzen sowie zielführender Begleitung bei Ansprache, Anstellung sowie während der Ausbildung oder Beschäftigung
Informationsbedarf
Zu welchen Themen wünscht sich Ihr Unternehmen mehr Informationen? (Mehrfachauswahl möglich)
Unternehmen möchten besser und transparenter über bestehende Fördermöglichkeiten zu inklusiver Beschäftigung und Ausbildung informiert werden
Sie wünschen sich außerdem mehr Impulse durch Beispiele guter Praxis
Die Gestaltung von Barrierefreiheit und rechtliche Rahmenbedingung sind weitere Themen, zu denen Unternehmen informiert sein möchten
Ergebnisse sind auf fruchtbaren Boden gefallen
Im Auftrag der Wirtschaftsbehörde und des Hamburger Fachkräftenetzwerks hat ddn Hamburg daraufhin die Akteure der Inklusionslandschaft zu einem halbtägigen Workshop mit dem Titel "Bedarfe von Unternehmen und Anreizwirkungen für einen inklusiven Arbeitsmarkt in Hamburg" eingeladen.
Die Umfrageergebnisse wurden mit großem Interesse aufgenommen und diskutiert. Anschließend haben die Vertreter/-innen der Inklusionsszene in Gruppenarbeit konkrete Maßnahmen und Umsetzungsideen erarbeitet.
Wie geht es weiter?
Gehen die von den Inklusions-Akteuren entwickelten Ansätze in die richtige Richtung? Wie müssen sie konkret ausgestaltet sein, damit Unternehmen wirklich profitieren und inklusiv beschäftigen und ausbilden können? Welche individuellen Hürden und Hemmnisse sehen Sie noch? Welche Erfahrungen und Erkenntnisse von Inklusionsunternehmen möchten Sie konkret nutzen für die Gewinnung und Bindung von potenziellen Mitarbeitenden mit einer Behinderung?
Beim Workshop "Inklusion in die Arbeitswelt – Butter bei die Fische" haben all Ihre Fragen und Ideen Platz. Personalverantwortliche von Unternehmen jeder Größe sind herzlich eingeladen, an diesem Tag die Strukturen und Prozesse im eigenen Unternehmen sowie für den Hamburger Arbeitsmarkt zu hinterfragen und konkrete Ansätze zu erkennen, die inklusive Beschäftigung und Ausbildung besser möglich machen.
Dabei steht Peer-to-Peer-Arbeit im Vordergrund. An vier Themeninseln entwickeln Unternehmen und Inklusionsunternehmen gemeinsam Ideen und Ansätze weiter. Nutzen Sie eine wertvolle Chance, um in die Handlung zu kommen: Bauen Sie auf den Antworten unserer Unternehmensumfrage auf und greifen die Ergebnisse des vorangegangenen Workshops für Akteure aus der Inklusionsszene auf:
Von Inklusionsunternehmen lernen: Spagat zwischen inklusiver Beschäftigung und erfolgreichem Wirtschaften
Zugänge von Menschen mit einer Behinderung zu Unternehmen ausbauen: Bestehende Begegnungs-Formate (wie DUOday) weiterdenken und neue Ansätze entwerfen
Ausgestaltung einer zentralen Website für Unternehmen in Hamburg mit Informationen zu Fördermöglichkeiten für inklusive Ausbildung und Beschäftigung
Betriebliche Ausbildung stärken: Vorstellung der Inklusionspotenziale von Teilqualifizierungen und Teilzeitausbildung, inklusivem Berufsschulunterricht, Assistenz und Mentoring
Für Snacks, Getränke und viel Vernetzungsmöglichkeiten ist gesorgt.
Wir freuen uns auf Sie!
Workshop für Unternehmen und Inklusionsunternehmen
"Inklusion in die Arbeitswelt – Butter bei die Fische"
Dienstag, 2. Juni 2026
von 14 Uhr bis 17 Uhr
KWB e. V. , Haus der Wirtschaft
Kapstadtring 10, 22297 Hamburg