Fünf Jahre Change Maker 50plus!
Fünf Jahre Engagement, viel Kraft, viel Wille und unzählige Ideen.
Jahre, in denen wir hohe Hürden genommen, gemeinsam gestaltet und unser Herzensthema vorangebracht haben: mehr Sichtbarkeit, mehr Wertschätzung und echte Perspektiven für Menschen 50plus im Arbeitsleben.
Am Donnerstag, dem 8. Oktober 2026 von 10 Uhr bis 17 Uhr setzen wir noch einen drauf!
Seid dabei als hoch wirkungsvolles Netzwerk, das Generationen verbindet und neue Räume für Austausch, Mut und Zusammenarbeit schafft.
Wir wollen die Ziele weiter professionell vorantreiben: Haltung, Mut und echtes gemeinsames Gestalten. Effizienz, ein klarer Blick auf den Stand heute und konkrete Ziele sind dabei entscheidend. Was uns trägt, ist unsere Gestaltungskraft – voller Elan, mutig und neugierig haben wir Wege geebnet und neue Denkweisen angestoßen.
DAS ERWARTET EUCH IN DIESEM JAHR
Keynote am Vormittag
Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger, Ph.D.
Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin
Erfahren und doch ungesehen – warum 50plus nicht von der Bildfläche verschwinden darf.
Fachkräftemangel und demografischer Wandel machen deutlich: Wir können nicht auf das Potenzial von 50plus verzichten. Dennoch setzen Wirtschaft und Gesellschaft auf Jung, und Ältere fühlen sich ins Abseits manövriert. In meinem Beitrag führe ich aus, warum das der falsche Weg ist und warum Wirtschaft, Politik und Gesellschaft die Generation X und die Babyboomer wieder stärker in den Fokus nehmen müssen.
Podiumsdiskussion am Vormittag
Kompetenz kennt kein Alter:
Warum Erfahrung Zukunft hat
Erfahrung ist ein entscheidender Faktor für Qualität, Stabilität und Innovation – und doch erleben viele Menschen im Berufsleben, dass sie mit zunehmendem Alter weniger gesehen oder weniger berücksichtigt werden.
Wie passt das zusammen?
Welche Strukturen und Denkmuster prägen den Umgang mit Erfahrung in der Arbeitswelt?
Und wie kann es gelingen, Erfahrung nicht nur zu bewahren, sondern gezielt für die Zukunft zu nutzen?
Auf dem Podium diskutieren:
Detlef Arnold
Founder G50UNLEASHED
"Erfahrung an sich ist kein Wert. Zukunft entsteht, wenn wir sie nutzen. Das habe ich selbst lernen müssen. Erfolgreicher Manager. Und dann mit Ende 50 ein tiefe Krise. Was ist meine berufliche Erfahrung wert? Wer braucht mich in meinem Job noch? Ich bin selbst in die Altersfalle gelaufen. Ein Perspektivwechsel hat alles verändert. Ich habe verstanden: Ich bin Teil der spannendsten, wirtschaftlich attraktivsten und einzig wachsenden Zielgruppe unserer Gesellschaft. G50. Ich habe neu gegründet. Neu angefangen. Und bin jeden Tag dankbar."
Anja Förster
CEO bei Rebels at work
"Ja, es ist volkswirtschaftlich und betriebswirtschaftlich fahrlässig, die 50plus-Gruppe im Arbeitskontext zu marginalisieren. Aber genauso wichtig ist die andere Seite: die persönliche Bereitschaft unserer Generation, neugierig zu bleiben, lebenslang zu lernen und sich herauszufordern, sich mutig zu verändern und zu wachsen uns so Zukunft aktiv mitzugestalten. Genau das sind in unseren extrem unsicheren Zeiten zentrale Zukunftskompetenzen, mit denen sich nicht alle leichttun."
Marcell Jansen
Gründer | Geschäftsführer | e. Präsident Hamburger SV e.V. | Unternehmer & Investor | e. Nationalspieler & Bundesligaspieler,
STATICS GROUP, Keynote Speaker für Resilienz und Health Prevention
"Als Keynote Speaker teile ich meine Einsichten zu Resilienz und Health Prevention – Themen, die nicht nur im Sport, sondern vor allem auch im beruflichen Kontext entscheidend sind. Ich glaube fest daran, dass mentale und körperliche Stärke der Schlüssel zu einem erfüllten und gesunden Leben sind, und freue mich, dieses Wissen mit anderen zu teilen. In meiner Rolle als Präsident des Hamburger SV e.V. führte ich einen traditionsreichen Verein und verband sportliche Ambitionen mit unternehmerischem Denken. Auch als Investor im Bereich Gesundheit und Lifestyle engagiere ich mich dafür, innovative Ideen voranzutreiben, die das Leben der Menschen verbessern."
Verena Scheitz
Kabarettistin, Moderatorin, Schauspielerin
"Mit 50 passiert etwas Merkwürdiges: Die Erfahrung wächst, doch die Sichtbarkeit schrumpft. Gerade Frauen werden plötzlich übersehen, obwohl sie beruflich und persönlich oft am stärksten sind. Dabei brauchen wir genau diese Kompetenz in Zeiten des Wandels. Wertschätzung darf kein Lippenbekenntnis sein – sie muss sich in Chancen, Rollenbildern und echter Teilhabe zeigen. Älterwerden ist kein Makel, sondern ein Upgrade."
Moderation:
Nicole Schmutte
Beirätin und Co-Initiatorin Change Maker 50plus,
Leiterin Gleichstellung und Diversity,
Norddeutscher Rundfunk NDR
Themenräume am Vormittag
Generationen Gespräch:
Menschen verbinden. Erfahrung teilen. Zukunft gestalten.
Future Skills sind in aller Munde – und ganz vorne steht die Fähigkeit, KI sinnvoll zu nutzen. Doch Forschende zeigen: Eine der wichtigsten Kompetenzen der Zukunft ist und bleibt die emotionale Intelligenz. Und die entsteht nicht im Dialog mit Siri oder ChatGPT, sondern im echten Austausch zwischen Menschen.
Genau hier setzt das Generationengespräch an – eine Plattform, die Mitarbeitende verschiedener Generationen zusammenbringt. Ein Dialog auf Augenhöhe: persönlich, lebendig und wirksam.
Gemeinsam digital wachsen – Lernen kennt kein Alter
Für die AOK Hessen ist die Vereinbarkeit von Beruf, Familie, Pflege und Privatleben von großer Bedeutung – auch im Hinblick auf das betriebliche Lernen.
Susann Hinz und Nora Wandel geben Einblicke, wie das Lernen der Zukunft im Unternehmen gestaltet wird. Einen besonderen Fokus legen sie auf unterschiedliche Lerntypen – altersunabhängig. Dabei ist lebenslanges Lernen ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Gestaltung eines zukunftsfähigen Unternehmens.
In diesem Vortrag erhalten Sie einen Überblick über die Entwicklung der Lernangebote der AOK Hessen in den vergangenen Jahren und erfahren, wie den unterschiedlichen Bedürfnissen und Voraussetzungen der Mitarbeitenden Rechnung getragen wird.
Gemeinsam werfen Sie zudem einen Blick auf die Nutzung und Erstellung von E-Learning-Programmen bei der AOK Hessen.
Arbeitswelt ohne Altersgrenzen: Altersvielfalt wertschätzen und Potenziale entfalten
Alter prägt Erfahrungen, Perspektiven und Kompetenzen – und ist damit eine wichtige Ressource für Zusammenarbeit, Lernen und nachhaltige Leistungsfähigkeit. Dennoch wird über Alter im Arbeitsalltag oft nur wenig gesprochen. In diesem interaktiven Themenraum richten wir den Blick auf die Potenziale von Altersvielfalt. Auf Basis aktueller Forschung beleuchten wir die Mechanismen, durch die Altersstereotype entstehen, sich gesellschaftlich verfestigen und unsere Zusammenarbeit beeinflussen.
Gemeinsam diskutieren wir, wie Unternehmen eine Kultur fördern können, in der Alter sichtbar, wertschätzend und selbstverständlich besprechbar ist. Denn offener Dialog über unterschiedliche Lebens- und Berufsphasen stärkt Verständnis, psychologische Sicherheit und Zusammenarbeit. Wir geben Einblicke in den neuen Online-Selbstlernkurs "Beyond Age"., der im Rahmen des EU-Projekts" SNAW-Say No to Ageism in the Workplace" entstanden ist.
Am Beispiel der Lufthansa Group teilen wir erste Erfahrungen, Herausforderungen und Lernfelder. Unser Ziel ist es, Gespräche anzustoßen und Altersvielfalt stärker als Ressource für Menschen, Teams und Organisationen zu nutzen.
Zukunftsperspektiven statt Frühausstieg – erste Erkenntnisse aus dem Modellprojekt ÜbergangsWeise
Wie können ältere Beschäftigte in den letzten 10 Arbeitsjahren länger gesund und motiviert im Betrieb bleiben? Und wie kann im Betrieb ein Raum geschaffen werden, in dem der Ausblick auf den Ruhestand wertschätzend angesprochen werden kann?
Das Projekt ÜbergangsWeise entwickelt einen praxistauglichen Leitfaden für alter(n)ssensible „Zukunftsgespräche“, die dies leisten sollen. Besonderer Wert wird auf die Anwendbarkeit in KMU gelegt, mit denen das Tool gemeinsam entwickelt wird.
Die NeueGeneration 50+ – Exklusiv, erfahren, zukunftsrelevant
Wir sind ein kleiner, exklusiver "Club" – du musst die Schallmauer "Alter 50+" schon durchbrochen haben, um bei uns mitzumachen. Jahrzehntelang haben wir unser Wissen aufgebaut, ständig erweitert und an die kommenden Generationen vermittelt. Aber deshalb gehören wir noch lange nicht zum "alten Eisen" – auch wenn dieses Bild in manchen Unternehmen noch im Kopf ist.
Auch mit 50+ und weit darüber hinaus kann man noch Karriere machen. Aber wie? Genau hier muss ein Umdenken stattfinden. Wie man diesen Wandel gestalten kann, werden wir aufzeigen und gemeinsam mit euch weiterentwickeln.
CareNet Hamburg: Vereinbarkeit von Beruf und Pflege im Unternehmenskontext
Wer pflegt eigentlich die Pflegenden? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Kooperationsprojekts CareNet Hamburg von KWB e. V. und Väter PAL gGmbH.
Die prägnante Formulierung stammt von der Techniker Krankenkasse. Unsere Antwort darauf lautet: Neben dem privaten Umfeld spielen insbesondere Arbeitgeber eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung pflegender Angehöriger.
Dialog am Nachmittag
Martina Schmeink
Geschäftsführender Vorstand,
ddn e. V.
Hansjörg Lüttke
Geschäftsführender Vorstand,
KWB e. V.
Spotlight: Generationen-Mythen auf dem Prüfstand – was stimmt wirklich?
"Die Generation Z will nicht arbeiten.", "Ältere Beschäftigte sind nicht mehr veränderungsbereit." – Solche Aussagen begegnen Personalverantwortlichen täglich. Doch was ist Mythos, was Realität?
Im Spotlight nehmen die geschäftsführenden Vorstände des Demographie Netzwerks (ddn e. V.) und der KWB Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung e. V. (ddn Hamburg) weit verbreitete Behauptungen über die verschiedenen Generationen kritisch unter die Lupe. Sie ordnen ein, welche Vorurteile sich hartnäckig halten, welche Fakten wirklich zählen und welche Konsequenzen sich daraus für den Arbeitsmarkt und den Fachkräftemangel ergeben.
Dabei wird deutlich, warum generationenübergreifendes Denken zum Erfolgsfaktor einer zukunftsfähigen Personalstrategie wird – und welche Rolle die Tagung Change Maker 50plus dabei spielt.
Keynote am Nachmittag
Inga Dransfeld-Haase
Personalvorständin (CHRO) und Arbeitsdirektorin,
TÜV NORD GROUP
Skills, Erfahrung, Algorithmen: Erfolgsfaktoren im KI-Zeitalter
Die Arbeitswelt verändert sich durch KI in rasantem Tempo. Jobs und Anforderungen wandeln sich immer schneller. Bedeutet das auch, dass Berufserfahrung an Wert verliert? Oder gewinnt sie gerade jetzt an Bedeutung?
In ihrer Keynote zeigt Inga Dransfeld-Haase, warum Erfahrung, Kontextwissen und die richtigen Future Skills im Zusammenspiel mit neuen Technologien zu entscheidenden Zukunftskompetenzen werden. Entscheidend wird sein, Lernen neu zu denken – generationenübergreifend und entlang der gesamten Employee Journey.
Podiumsdiskussion am Nachmittag
Auf der KI:ppe?
Entwertung von Berufserfahrung durch KI versus strategische Vorteile für erfahrene Mitarbeitende
Generative und agentische KI verändern derzeit die Arbeitswelt tiefgreifend. Betroffen sind vor allem junge Menschen und erfahrene Wissensarbeitende.
Gefordert werden digitale Kompetenzen, die Fähigkeit zum praktischen wie kritisch-reflektierten Umgang mit Daten und KI sowie kontinuierliche Lern- und Veränderungsbereitschaft. Gleichzeitig verschiebt sich die Bedeutung von Berufserfahrung: Explizites Wissen ist heute für alle sekundenschnell zugänglich. Welche Fähigkeiten bleiben jedoch trotz aller Fortschritte unverzichtbar? Fachliche Tiefe, Serendipität und kreative Expertise, vernetzendes Denken sowie komplexe Problemlösefähigkeit gewinnen an Bedeutung. Aber wie lange noch?
Das Podium diskutiert Chancen, Risiken und Strategien mit Blick auf Altersvielfalt und Lebensphasen: Wird Berufserfahrung durch KI entwertet – oder steigt ihr Wert gerade in Bezug auf Urteilskraft, Stakeholdermanagement und branchenspezifisches Kontextwissen? Welche Anforderungen entstehen für Up-/Reskilling entlang der Employee Journey? Und wie kann Personalpolitik das Spannungsfeld zwischen KI-Dynamik und Verantwortung für alle Mitarbeitenden gestalten?
Auf dem Podium diskutieren:
Inga Dransfeld-Haase
Personalvorständin (CHRO) und Arbeitsdirektorin,
TÜV NORD GROUP
"Die Arbeitswelt verändert sich durch KI in rasantem Tempo. Jobs und Anforderungen wandeln sich immer schneller. Bedeutet das auch, dass Berufserfahrung an Wert verliert? Oder gewinnt sie gerade jetzt an Bedeutung?
In ihrer Keynote zeigt Inga Dransfeld-Haase, warum Erfahrung, Kontextwissen und die richtigen Future Skills im Zusammenspiel mit neuen Technologien zu entscheidenden Zukunftskompetenzen werden. Entscheidend wird sein, Lernen neu zu denken – generationenübergreifend und entlang der gesamten Employee Journey.
Unternehmen, die konsequent in Skills, Weiterentwicklung und lebenslanges Lernen investieren, schaffen nicht nur Innovation, sondern auch nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit."
Samuel Keitel
Co-Founder & CEO Senior Connect,
Senior Connect
"Agentische KI automatisiert Routinen und verschiebt Arbeit hin zu Steuerung, Bewertung und Kontext. Klassische Erfahrung verliert an Bedeutung, während Urteilskraft, Überblick und Kontextwissen an Relevanz gewinnen. Gleichzeitig steigt der Druck zu Upskilling und lebenslangem Lernen – insbesondere für erfahrene Fachkräfte. Gefragt sind Metaskills wie kritisches Denken, Entscheidungsfähigkeit und ein reflektierter Umgang mit KI. Führung muss den Technologieeinsatz und soziale Verantwortung aktiv ausbalancieren."
Tatiana Kitschke
Projektmanagerin,
Hays
"Erfahrung wird durch KI nicht entwertet, sondern oft falsch gelesen. Wenn wir Kompetenz nur über Geschwindigkeit oder Toolwissen definieren, verlieren wir wertvolles Know-how. Verstehen wir Kompetenz hingegen als Urteilsfähigkeit, Krisenresilienz und Kontextverständnis, werden erfahrene Mitarbeitende zum strategischen Erfolgsfaktor im KI-Zeitalter. Dafür braucht es neue Altersbilder – und echte Übergangslösungen."
Dr. Michael Müller-Wünsch
CIO bei OTTO,
Otto GmbH & Co. KGaA
"KI macht uns effizienter. Klüger macht sie, wer Kontext mitbringt. Wer Jahrzehnte in komplexen Systemen gearbeitet hat, echte Krisen durchgestanden hat, Transformationen begleitet hat, der bringt genau das mit. Erfahrung ist Kapital."
Prof.in Jutta Rump
Professorin für Personalmanagement und Organisationsentwicklung an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen sowie Direktorin des IBE.
"Wir leben länger, bleiben länger gesund, lernen länger und arbeiten länger. Trotzdem halten sich viele Mythen über das Alter hartnäckig. Die Frage darf deshalb nicht lauten: ‚Wie alt sind Menschen?‘, sondern: ‚Was können Menschen?‘ Kompetenz kennt kein Alter. Sie wächst mit Erfahrung, entwickelt sich durch Lernen und entfaltet ihren Wert dort, wo Menschen die Chance erhalten, ihre Potenziale einzubringen. Wer Zukunft gestalten will, darf Alter nicht als Grenze verstehen, sondern als Vielfalt von Perspektiven, Fähigkeiten und Erfahrungen."
Moderation:
Dr. Leonie Koch
Co-Founderin Change Maker 50plus,
Otto (GmbH & Co. KGaA)
Themenräume am Nachmittag
50+ im Unternehmen: Erfahrung wirksam machen statt Potenziale verschenken
Mitarbeitende in den 50ern sind leistungsfähig, lernbereit und hoch relevant – werden im Unternehmensalltag aber oft unterschätzt oder falsch adressiert. Charlotte Schmithals (HDI Group) und Dirk Wagner (expensio) zeigen, wie Unternehmen den richtigen Umgang mit dieser Altersgruppe finden: wertschätzend, wirksam und zukunftsorientiert.
Der Vortrag verbindet Praxisbeispiele, wissenschaftliche Erkenntnisse und konkrete Hebel für Führungskräfte und HR: Wie bleiben Menschen 50+ engagiert? Wie sichern wir Wissen? Und wie gestalten wir Rahmenbedingungen so, dass Erfahrung nicht ausbremst, sondern beschleunigt?
Demografischer Wandel in Banken aktiv gestalten
Was passiert, wenn Erfahrung eine wichtige Ressource darstellt, jedoch noch nicht konsequent genutzt wird? Wie können Banken Rahmenbedingungen schaffen, in denen Mitarbeitende 50+ ihre Expertise als echte Stärke einbringen, und welchen Mehrwert schafft das für ebenso alternde Kundinnen und Kunden und die Gesellschaft?
Mit Clemens Meister, Achim Klaiber und Mark Lammers treffen Perspektiven aus Mitbestimmung und HR-Praxis aufeinander. Gemeinsam diskutieren sie, wie alternde Belegschaften strategisch eingebunden werden können – zwischen Fachkräftesicherung, Digitalisierung und kulturellem Wandel.
Im Fokus steht die besondere Verantwortung von Sparkassen und der L-Bank: wirtschaftlich erfolgreich zu sein und gleichzeitig gesellschaftlichen Mehrwert zu schaffen. Welche Ansätze sind auch auf andere Branchen übertragbar?
Ein Dialog, der Perspektiven öffnet, zum Mitdenken einlädt und offen über Herausforderungen spricht.
BuddyING:
Ein neues Angebot für den Austausch zwischen jungen und älteren Kolleg*innen
Menschen innerhalb der Bank zusammenbringen – das ist eines der zentralen Ziele unserer Netzwerke YoungING und Experienced. Und das wollen wir nicht nur innerhalb der jeweiligen Communities. Sondern wir wollen auch die Vernetzung zwischen den Generationen fördern.
Deshalb starten wir jetzt gemeinsam BuddyING – eine Aktion, mit der wir interessierte Mitglieder unserer Netzwerke (und natürlich auch alle anderen interessierten ING-Mitarbeitenden) dabei unterstützen, zwanglos mit Kolleginnen und Kollegen aus einer anderen Altersklasse in den persönlichen Austausch zu kommen. Und das im Idealfall auch über längere Zeit.
Wie wir Wissenstransfer-Erfolg vorab berechnen.
Die Best-Practice-Analyse 2025 der Deutschen Telekom AG zeigt: Erfolgreicher generationenübergreifender Wissenstransfer basiert auf drei zentralen Faktoren – der Empathie der Beteiligten, der Praxistauglichkeit der (KI-)Methoden sowie der Messbarkeit des Return on Investment. Auf dieser Grundlage entwickelte die Better Together Community 2026 eine einfache Methodik, mit der sich die Erfolgswahrscheinlichkeit von Wissenstransfer bereits im Vorfeld berechnen lässt.
Im Workshop stellen die Initiatorinnen aus der Diversity Community der DTAG gemeinsam mit freien Coaches diese Messmatrix vor. Die Teilnehmenden wenden sie direkt auf eigene Projekte an: Eine Matrix bewertet die Verfügbarkeit und Business-Kritikalität von Wissen, eine zweite die Wirksamkeit unterschiedlicher Transfermethoden – unter Berücksichtigung von Teamdiversität und eingesetzten (KI-)Tools. So lässt sich die Erfolgswahrscheinlichkeit nachhaltigen Wissenstransfers individuell, datenbasiert und praxisnah bestimmen.
Der Abschied als blinder Fleck –
Was Unternehmen übersehen, wenn Mitarbeitende gehen
Wenn einer geht, sind viele betroffen – Der Abschied in den Ruhestand als blinder Fleck im Mitarbeiterlebenszyklus.
Der Übergang in den Ruhestand gilt oft als privater Schritt und wird in Organisationen entsprechend behandelt: ein letzter Arbeitstag, ein Abschied, ein Blumenstrauß. Doch genau hier liegt ein blinder Fleck. Während Onboarding strukturiert gestaltet wird, bleibt der Abschied langjähriger Mitarbeitender häufig ungesteuert.
Dabei ist gerade dieser Übergang ein kritischer Moment: Für die Gehenden geht es um Identität und die Würdigung ihrer Lebensarbeitsleistung. Für die Organisation um Wissen, Beziehungen und gelingende Nachfolge. Und für die Verbleibenden wird sichtbar, wie ernst Wertschätzung tatsächlich gemeint ist.
Der Impuls zeigt, warum Offboarding in den Ruhestand kein Randthema, sondern eine zentrale Führungs- und Kulturaufgabe ist – und wie Organisationen diesen Übergang bewusst gestalten können.
Denn die Frage ist nicht, ob Menschen gehen – sondern wie.
Generationen-Mentoring im NDR
Im Zuge der Weiterentwicklung der Unternehmenskultur und des bestehenden demografischen Wandels in der Gesellschaft hat der Norddeutsche Rundfunk mit Start im November 2025 ein Generationen-Mentoringprogramm pilotiert. Es hatte zum Ziel die Kontakte und Beziehungen der Beschäftigten intergenerational zu fördern und sie im kollegialen Austausch zu unterstützen.
Eine entsprechende digitale Plattform, die mit verschiedenen Kategorien ein Matching im Mentoring ermöglicht wurde innerhalb des NDR entwickelt. Im Mai 2026 gab es nach 6 Monaten Pilotphase eine Auswertungs- und Vernetzungsveranstaltung, bei der die Mentoring-Tandems ihre Zusammenarbeit im vergangenen halben Jahr gemeinsam auswerteten und sich über das eigene Tandem hinaus weiter vernetzen konnten.
Nicole Schmutte hat das Geberationen-Mentoring mit einem Kompetenzteam entwickelt und selbst am Piloten teilgenommen. Im Themenraum stellt sie als Gen X mit ihrer Tandempartnerin Sophie Loebjinski aus der Gen Z das Mentoring vor und gibt Tipps, wie andere Unternehmen ähnliches aufsetzen können.
Hansehäppchen und Closing
Den Abschluss des Tages bildeten die Resonanzrunden bei unseren "Hansehäppchen".
Alle Teilnehmenden hatten hier die Möglichkeit, sich auszutauschen, Eindrücke zu teilen, Feedback zu geben und Kontakte aufzubauen.
CHANGE MAKER 50PLUS IN DEN LETZTEN JAHREN
DANK AN DIE UNTERSTÜTZER 2026