Fünf Jahre Change Maker 50plus!

Erfahrung neu denken. Generationen verbinden. Veränderung möglich machen.

Am 8. Oktober 2026 feierten wir fünf Jahre Change Maker 50plus mit einem Konferenztag, der Perspektiven öffnete und Lust aufs Gestalten machte.

Mit starken Impulsen von Prof. Dr. Jutta Allmendinger und Inga Dransfeld-Haase, pointierten Diskussionen und Einblicken in die Unternehmenspraxis ging es um das, was jetzt zählt: menschliche Urteilskraft im KI-Zeitalter und eine Zusammenarbeit, die Wissen, Neugier und Erfahrung zusammenbringt.

Danke für Eure Ideen, Eure Fragen und Eure Energie!
Gemeinsam machen wir aus Impulsen den nächsten Schritt.

Zum Wiederentdecken, Weiterdenken und Umsetzen findet Ihr hier zeitnah alle Videomitschnitte und freigegebenen Präsentationen.

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Politisches Grußwort


Senatorin Dr. Melanie Leonhard
Präses der Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation

Keynote am Vormittag


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Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger, Ph.D.
Professorin für Bildungssoziologie und Arbeitsmarktforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin

50 ist eine Zahl – aber kein Lebenszustand

Starre Altersgrenzen passen nicht zu modernen Lebensverläufen. Das machte Prof. Dr. h.c. Jutta Allmendinger, Ph.D. in ihrer Keynote beim Change Maker 50plus deutlich. Ihr Plädoyer: weg von Altersstereotypen und festgeschriebenen Lebensphasen, hin zu flexibleren Übergängen, die den individuellen Lebensverlauf stärker berücksichtigen.

Dabei beginnt 50plus für Allmendinger lange vor dem 50. Geburtstag. Wer Menschen langfristig gesund, arbeitsfähig und beruflich handlungsfähig halten will, muss Erwerbsbiografien über das gesamte Leben hinweg betrachten und entsprechende Rahmenbedingungen frühzeitig schaffen.

Besonders eindringlich war ihre Forderung: „Wir brauchen eine neue Zeitpolitik.“ Eine Lebensphasen-Zeitpolitik, die Arbeit nicht ausschließlich als Erwerbsarbeit versteht, sondern auch Care-Arbeit, Ehrenamt und Selbstfürsorge einbezieht. Denn Lebensphasen verändern sich – und mit ihnen die Anforderungen an Zeit, Arbeit und persönliche Ressourcen.

Die Konsequenz für die Arbeitswelt: Nicht Menschen sollten sich starren Altersmodellen anpassen müssen. Arbeitsstrukturen müssen flexibler werden und unterschiedlichen Lebensverläufen Rechnung tragen.

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Podiumsdiskussion am Vormittag


Kompetenz kennt kein Alter:
Warum Erfahrung Zukunft hat

Erfahrung ist ein entscheidender Faktor für Qualität, Stabilität und Innovation – und doch erleben viele Menschen im Berufsleben, dass sie mit zunehmendem Alter weniger gesehen oder weniger berücksichtigt werden.

Wie passt das zusammen?

Welche Strukturen und Denkmuster prägen den Umgang mit Erfahrung in der Arbeitswelt?
Und wie kann es gelingen, Erfahrung nicht nur zu bewahren, sondern gezielt für die Zukunft zu nutzen?

Auf dem Podium diskutieren:
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Detlef Arnold
Founder G50UNLEASHED

"Erfahrung an sich ist kein Wert. Zukunft entsteht, wenn wir sie nutzen. Das habe ich selbst lernen müssen. Erfolgreicher Manager. Und dann mit Ende 50 ein tiefe Krise. Was ist meine berufliche Erfahrung wert? Wer braucht mich in meinem Job noch? Ich bin selbst in die Altersfalle gelaufen. Ein Perspektivwechsel hat alles verändert. Ich habe verstanden: Ich bin Teil der spannendsten, wirtschaftlich attraktivsten und einzig wachsenden Zielgruppe unserer Gesellschaft. G50. Ich habe neu gegründet. Neu angefangen. Und bin jeden Tag dankbar."

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Anja Förster
CEO bei Rebels at work

"Ja, es ist volkswirtschaftlich und betriebswirtschaftlich fahrlässig, die 50plus-Gruppe im Arbeitskontext zu marginalisieren. Aber genauso wichtig ist die andere Seite: die persönliche Bereitschaft unserer Generation, neugierig zu bleiben, lebenslang zu lernen und sich herauszufordern, sich mutig zu verändern und zu wachsen uns so Zukunft aktiv mitzugestalten. Genau das sind in unseren extrem unsicheren Zeiten zentrale Zukunftskompetenzen, mit denen sich nicht alle leichttun."

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Marcell Jansen
Gründer | Geschäftsführer | e. Präsident Hamburger SV e.V. | Unternehmer & Investor | e. Nationalspieler & Bundesligaspieler,
STATICS GROUP, Keynote Speaker für Resilienz und Health Prevention

"Als Keynote Speaker teile ich meine Einsichten zu Resilienz und Health Prevention – Themen, die nicht nur im Sport, sondern vor allem auch im beruflichen Kontext entscheidend sind. Ich glaube fest daran, dass mentale und körperliche Stärke der Schlüssel zu einem erfüllten und gesunden Leben sind, und freue mich, dieses Wissen mit anderen zu teilen. In meiner Rolle als Präsident des Hamburger SV e.V. führte ich einen traditionsreichen Verein und verband sportliche Ambitionen mit unternehmerischem Denken. Auch als Investor im Bereich Gesundheit und Lifestyle engagiere ich mich dafür, innovative Ideen voranzutreiben, die das Leben der Menschen verbessern."

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Verena Scheitz
Kabarettistin, Moderatorin, Schauspielerin

"Mit 50 passiert etwas Merkwürdiges: Die Erfahrung wächst, doch die Sichtbarkeit schrumpft. Gerade Frauen werden plötzlich übersehen, obwohl sie beruflich und persönlich oft am stärksten sind. Dabei brauchen wir genau diese Kompetenz in Zeiten des Wandels. Wertschätzung darf kein Lippenbekenntnis sein – sie muss sich in Chancen, Rollenbildern und echter Teilhabe zeigen. Älterwerden ist kein Makel, sondern ein Upgrade."

Moderation:
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Nicole Schmutte
Beirätin und Co-Initiatorin Change Maker 50plus,
Leiterin Gleichstellung und Diversity,
Norddeutscher Rundfunk NDR

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Themenräume am Vormittag


Alexandra Wünsch Alexandra Wünsch

Generationen Gespräch:
Menschen verbinden. Erfahrung teilen. Zukunft gestalten.

Future Skills waren beim Change Maker 50plus ein zentrales Thema. Neben digitalen und KI-Kompetenzen zeigte dieser Themenraum: Auch emotionale Intelligenz, Austausch und die Fähigkeit, voneinander zu lernen, gehören zu den entscheidenden Zukunftskompetenzen.

Die Deutsche Bank zeigte, wie sie Generationenmanagement seit vielen Jahren in ihre Personal- und Diversity-Arbeit integriert – unter anderem mit Tandem- und Mentoring-Formaten, digitalen Austauschformaten und einer internen Matching-Plattform nach dem Prinzip „Suche/Biete“. Mitarbeitende unterschiedlicher Generationen können sich dort zu Themen wie KI, Digitalisierung oder persönlichen Erfahrungswerten gezielt vernetzen.

Deutlich wurde: Lernen findet nicht nur in Trainings statt, sondern vor allem durch Austausch, soziales Lernen und praktische Erfahrung. Entscheidend dafür sind Verbindlichkeit, Wertschätzung, klare Erwartungen und eine konstruktive Fehlerkultur.

Auch in der Diskussion ging es darum, wie digitale Formate verbindlicher, hierarchiefreier und wirksamer gestaltet werden können.

Der zentrale Impuls: Future Skills entstehen nicht nur durch Technologie, sondern vor allem dort, wo Menschen Wissen, Erfahrung und Perspektiven miteinander teilen.

Susann Hinz und Nora Wandel Susann Hinz und Nora Wandel

Gemeinsam digital wachsen – Lernen kennt kein Alter

Wie kann betriebliches Lernen so gestaltet werden, dass es zu unterschiedlichen Lebenssituationen, Lerngewohnheiten und Voraussetzungen passt? Genau dieser Frage widmeten sich Susann Hinz und Nora Wandel von der AOK Hessen in ihrem Themenraum beim Change Maker 50plus.

Sie gaben Einblicke in die Entwicklung der Lernangebote der AOK Hessen und zeigten, wie sich betriebliches Lernen in den vergangenen Jahren verändert hat. Im Mittelpunkt stand dabei die Erkenntnis, dass Lernbedürfnisse nicht vom Alter abhängen, sondern von individuellen Voraussetzungen, Erfahrungen und bevorzugten Lernwegen.

Lebenslanges Lernen wurde dabei als wesentlicher Erfolgsfaktor für ein zukunftsfähiges Unternehmen deutlich. Entscheidend ist, Lernangebote so flexibel zu gestalten, dass sie mit unterschiedlichen Lebensphasen und der Vereinbarkeit von Beruf, Familie, Pflege und Privatleben zusammenpassen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Nutzung und Entwicklung von E-Learning-Angeboten. Die AOK Hessen zeigte, wie digitale Lernformate dazu beitragen können, Wissen zeit- und ortsunabhängig zugänglich zu machen und zugleich unterschiedliche Lerntypen besser zu erreichen.

Der zentrale Impuls: Zukunftsfähiges Lernen ist individuell, flexibel und lebenslang – und orientiert sich an den Menschen, nicht an ihrem Alter.

Lucie Stecker Lucie Stecker

Arbeitswelt ohne Altersgrenzen: Altersvielfalt wertschätzen und Potenziale entfalten

Alter prägt Erfahrungen, Perspektiven und Kompetenzen – und kann damit eine wertvolle Ressource für Zusammenarbeit, Lernen und nachhaltige Leistungsfähigkeit sein. Im interaktiven Themenraum zeigten Andrea Lemke und Bettina Reichart von der Lufthansa Group sowie Lucie Stecker vom Demographie Netzwerk e. V., wie wichtig es ist, Altersvielfalt im Arbeitsalltag bewusst sichtbar und besprechbar zu machen.

Auf Grundlage aktueller Forschung wurde beleuchtet, wie Altersstereotype entstehen, sich verfestigen und unsere Wahrnehmung und Zusammenarbeit beeinflussen können. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Unternehmen eine Kultur schaffen können, in der unterschiedliche Lebens- und Berufsphasen offen, wertschätzend und selbstverständlich thematisiert werden.

Vorgestellt wurde außerdem der Online-Selbstlernkurs „Beyond Age“, der im Rahmen des EU-Projekts „SNAW – Say No to Ageism in the Workplace“ entstanden ist. Am Beispiel der Lufthansa Group teilten die Referentinnen erste Erfahrungen, Herausforderungen und Lernfelder aus der Praxis.

Deutlich wurde: Ein offener Dialog über Alter und unterschiedliche Lebensphasen kann Verständnis, psychologische Sicherheit und Zusammenarbeit stärken.

Der zentrale Impuls: Altersvielfalt entfaltet ihr Potenzial dort, wo Unterschiede nicht tabuisiert, sondern als Ressource für Menschen, Teams und Organisationen genutzt werden.

Dr. Melanie Ebene, Oliver Mühlmann und Stefan Robiné Dr. Melanie Ebene, Oliver Mühlmann und Stefan Robiné

Zukunftsperspektiven statt Frühausstieg – erste Erkenntnisse aus dem Modellprojekt ÜbergangsWeise

Wie können Beschäftigte in den letzten zehn Berufsjahren länger gesund, motiviert und gut eingebunden im Unternehmen bleiben? Genau diese Frage stand im Themenraum zum Modellprojekt „ÜbergangsWeise“ beim Change Maker 50plus im Mittelpunkt.

Dr. Melanie Ebener von der Bergischen Universität Wuppertal, Oliver Mühlmann von der EDG Entsorgung Dortmund GmbH und Stefan Robiné von senior-expertise.com stellten erste Erkenntnisse aus der ersten Projektphase vor und gaben Einblicke in die Idee alter(n)ssensibler „Zukunftsgespräche“.

Ziel des Projekts ist ein praxistauglicher Leitfaden, der Unternehmen dabei unterstützt, mit Beschäftigten frühzeitig und wertschätzend über die letzte Phase des Erwerbslebens, Entwicklungsmöglichkeiten und den späteren Übergang in den Ruhestand ins Gespräch zu kommen. Besonderes Augenmerk liegt auf der Anwendbarkeit in kleinen und mittleren Unternehmen, mit denen das Instrument gemeinsam entwickelt wird.

Im Austausch wurde deutlich, dass die Erwartungen von Beschäftigten, Führungskräften und betrieblichen Interessenvertretungen durchaus unterschiedlich sein können. Diskutiert wurde deshalb auch, welche Rahmenbedingungen solche Gespräche brauchen, wo ihre Grenzen liegen und wie sie so gestaltet werden können, dass sie Orientierung geben, ohne vorschnell auf den Ruhestand festzulegen.

Der zentrale Impuls: Wer Beschäftigte 50plus langfristig binden und gesund im Unternehmen halten will, sollte nicht erst über den Abschied sprechen – sondern frühzeitig über Perspektiven, Entwicklung und die Gestaltung der nächsten Berufsjahre.

Siegfried Gänßler Siegfried Gänßler

Die NeueGeneration 50+ – Exklusiv, erfahren, zukunftsrelevant

50plus und Karriere? Für Siegfried Gänßler von Beiersdorf ist das kein Widerspruch, sondern eine Frage der Haltung.

Beim Change Maker 50plus stellte er in seinem Themenraum die Perspektive der „NeueGeneration 50+“ in den Mittelpunkt: Beschäftigte, die über Jahrzehnte Wissen, Erfahrung und Kompetenzen aufgebaut haben – und noch lange nicht zum „alten Eisen“ gehören.

Im Austausch mit den Teilnehmenden ging es darum, wie berufliche Entwicklung auch jenseits der 50 selbstverständlich bleiben kann. Diskutiert wurden Karrierewege, Weiterbildung und lebenslanges Lernen, aber auch die Frage, welche Altersbilder in Unternehmen Entwicklung eher fördern – oder ausbremsen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Wissenstransfer zwischen Generationen: Wie kann vorhandenes Erfahrungswissen weitergegeben werden, ohne ältere Beschäftigte auf die Rolle der Wissensbewahrer zu reduzieren? Und wie können gegenseitiges Lernen, Mentoring und neue Formen der Zusammenarbeit dazu beitragen, Kompetenzen generationenübergreifend weiterzuentwickeln?

Auch Digitalisierung und KI spielten eine Rolle. Entscheidend ist dabei nicht das Alter, sondern die Bereitschaft, Neues zu lernen, Kompetenzen weiterzuentwickeln und Veränderungen aktiv mitzugestalten.

Der zentrale Impuls: 50plus bedeutet nicht Karriereende. Unternehmen gewinnen, wenn sie Entwicklung, Lernen und neue Perspektiven in jeder Berufs- und Lebensphase ermöglichen.

Katja Henning und Kerrin Kelz Katja Henning und Kerrin Kelz

CareNet Hamburg: Vereinbarkeit von Beruf und Pflege im Unternehmenskontext

Wer pflegt eigentlich die Pflegenden? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Themenraums von Kerrin Kelz und Katja Hanning beim Change Maker 50plus.

Der Einstieg machte deutlich, wie persönlich und ambivalent Pflegesituationen erlebt werden: Neben Belastung, Zeitdruck und finanziellen Einbußen gibt es auch kleine, wertvolle Momente. Gleichzeitig zeigte sich, wie stark die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege viele Beschäftigte fordert.

Im Themenraum wurde deutlich: Der überwiegende Teil der Pflege wird von Angehörigen geleistet. Viele reduzieren dafür ihre Arbeitszeit, ein großer Teil fühlt sich dauerhaft erschöpft oder belastet. Häufig wird die Pflegesituation individuell organisiert und im Unternehmen nur zögerlich angesprochen – nicht zuletzt aus Sorge vor beruflichen Nachteilen.

Genau hier setzt das Kooperationsprojekt CareNet Hamburg von KWB e. V. und Väter PAL gGmbH an. Ziel ist es, das Thema Pflege stärker in Unternehmen zu verankern, Beschäftigte zu entlasten und betriebliche Pflegenetzwerke aufzubauen und zu begleiten.

Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigte das Beispiel der ERGO. Dort spielen interne Netzwerke bereits eine wichtige Rolle. Eine zentrale Ansprechperson steht den rund 14.000 Beschäftigten für Fragen rund um Pflege zur Verfügung und hilft dabei, erste Sorgen und Unsicherheiten in einer oft plötzlich eintretenden Pflegesituation aufzufangen. Ergänzend gibt es flexible Möglichkeiten wie die Umwandlung von Sonderzahlungen, Arbeitszeitkonten, Homeoffice und gesetzlich vorgesehene Freistellungen.

Mit CareNet soll das Thema künftig noch sichtbarer und zugänglicher werden. Eine der größten Herausforderungen bleibt dabei die knappe Ressource Zeit.

Der zentrale Impuls: Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ist keine Privatsache allein. Unternehmen können entscheidend dazu beitragen, pflegende Beschäftigte zu entlasten, Ausfälle zu vermeiden und eine tragfähige Unterstützungskultur zu schaffen.

Dialog am Nachmittag


Portrait von Martina Schmeink, ddn e. V. Portrait von Martina Schmeink, ddn e. V.

Martina Schmeink
Geschäftsführender Vorstand,
ddn e. V.

Portrait von Hansjörg Lüttke, KWB e. V. Portrait von Hansjörg Lüttke, KWB e. V.

Hansjörg Lüttke
Geschäftsführender Vorstand,
KWB e. V.

Spotlight: Generationen-Mythen auf dem Prüfstand – was stimmt wirklich?

„Die Generation Z will nicht arbeiten.“
„Ältere Beschäftigte sind nicht mehr veränderungsbereit.“

Solche Zuschreibungen halten sich hartnäckig – und beeinflussen, wie Unternehmen über Beschäftigte, Potenziale und Personalstrategien denken.

Im Spotlight des Change Maker 50plus nahmen Martina Schmeink, geschäftsführender Vorstand von Das Demographie Netzwerk e. V., und Hansjörg Lüttke, geschäftsführender Vorstand der KWB e. V., genau diese Generationen-Mythen unter die Lupe.

Im Mittelpunkt stand die Frage, was an verbreiteten Zuschreibungen tatsächlich dran ist und wo pauschale Bilder den Blick auf individuelle Kompetenzen, Motivation und Veränderungsbereitschaft verstellen. Deutlich wurde: Wer Generationen vorschnell etikettiert, läuft Gefahr, Potenziale zu übersehen und unnötige Gräben zwischen Altersgruppen zu vertiefen.

Gerade vor dem Hintergrund von Fachkräftemangel, demografischem Wandel und Transformation braucht es deshalb einen differenzierteren Blick auf Beschäftigte aller Altersgruppen. Generationenübergreifendes Denken wurde als wesentlicher Baustein einer zukunftsfähigen Personalstrategie sichtbar.

Der Spotlight schlug damit zugleich eine Brücke zum Kern des Change Maker 50plus: Nicht der vermeintliche Generationenkonflikt entscheidet über die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen, sondern die Frage, wie unterschiedliche Erfahrungen, Kompetenzen und Perspektiven produktiv zusammengebracht werden.

Der zentrale Impuls: Erfolgreiche Personalarbeit beginnt dort, wo wir Menschen nicht auf Generationenklischees reduzieren, sondern ihre tatsächlichen Fähigkeiten und Potenziale in den Mittelpunkt stellen.

Keynote am Nachmittag


Inga Dransfeld-Haase Inga Dransfeld-Haase

Inga Dransfeld-Haase
Personalvorständin (CHRO) und Arbeitsdirektorin,
TÜV NORD GROUP

Skills, Erfahrung, Algorithmen: Erfolgsfaktoren im KI-Zeitalter

Die Arbeitswelt verändert sich durch KI in rasantem Tempo. Jobs und Anforderungen wandeln sich immer schneller. Bedeutet das auch, dass Berufserfahrung an Wert verliert? Oder gewinnt sie gerade jetzt an Bedeutung?

In ihrer Keynote zeigt Inga Dransfeld-Haase, warum Erfahrung, Kontextwissen und die richtigen Future Skills im Zusammenspiel mit neuen Technologien zu entscheidenden Zukunftskompetenzen werden. Entscheidend wird sein, Lernen neu zu denken – generationenübergreifend und entlang der gesamten Employee Journey.

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Podiumsdiskussion am Nachmittag


Auf der KI:ppe?
Entwertung von Berufserfahrung durch KI versus strategische Vorteile für erfahrene Mitarbeitende

Generative und agentische KI verändern derzeit die Arbeitswelt tiefgreifend. Betroffen sind vor allem junge Menschen und erfahrene Wissensarbeitende.

Gefordert werden digitale Kompetenzen, die Fähigkeit zum praktischen wie kritisch-reflektierten Umgang mit Daten und KI sowie kontinuierliche Lern- und Veränderungsbereitschaft. Gleichzeitig verschiebt sich die Bedeutung von Berufserfahrung: Explizites Wissen ist heute für alle sekundenschnell zugänglich. Welche Fähigkeiten bleiben jedoch trotz aller Fortschritte unverzichtbar? Fachliche Tiefe, Serendipität und kreative Expertise, vernetzendes Denken sowie komplexe Problemlösefähigkeit gewinnen an Bedeutung. Aber wie lange noch?

Das Podium diskutiert Chancen, Risiken und Strategien mit Blick auf Altersvielfalt und Lebensphasen: Wird Berufserfahrung durch KI entwertet – oder steigt ihr Wert gerade in Bezug auf Urteilskraft, Stakeholdermanagement und branchenspezifisches Kontextwissen? Welche Anforderungen entstehen für Up-/Reskilling entlang der Employee Journey? Und wie kann Personalpolitik das Spannungsfeld zwischen KI-Dynamik und Verantwortung für alle Mitarbeitenden gestalten?

Auf dem Podium diskutieren:
Inga Dransfeld-Haase Inga Dransfeld-Haase

Inga Dransfeld-Haase
Personalvorständin (CHRO) und Arbeitsdirektorin,
TÜV NORD GROUP

"Die Arbeitswelt verändert sich durch KI in rasantem Tempo. Jobs und Anforderungen wandeln sich immer schneller. Bedeutet das auch, dass Berufserfahrung an Wert verliert? Oder gewinnt sie gerade jetzt an Bedeutung?

In ihrer Keynote zeigt Inga Dransfeld-Haase, warum Erfahrung, Kontextwissen und die richtigen Future Skills im Zusammenspiel mit neuen Technologien zu entscheidenden Zukunftskompetenzen werden. Entscheidend wird sein, Lernen neu zu denken – generationenübergreifend und entlang der gesamten Employee Journey.

Unternehmen, die konsequent in Skills, Weiterentwicklung und lebenslanges Lernen investieren, schaffen nicht nur Innovation, sondern auch nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit."

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Samuel Keitel
Co-Founder & CEO Senior Connect,
Senior Connect

"Agentische KI automatisiert Routinen und verschiebt Arbeit hin zu Steuerung, Bewertung und Kontext. Klassische Erfahrung verliert an Bedeutung, während Urteilskraft, Überblick und Kontextwissen an Relevanz gewinnen. Gleichzeitig steigt der Druck zu Upskilling und lebenslangem Lernen – insbesondere für erfahrene Fachkräfte. Gefragt sind Metaskills wie kritisches Denken, Entscheidungsfähigkeit und ein reflektierter Umgang mit KI. Führung muss den Technologieeinsatz und soziale Verantwortung aktiv ausbalancieren."

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Tatiana Kitschke
Projektmanagerin,
Hays

"Erfahrung wird durch KI nicht entwertet, sondern oft falsch gelesen. Wenn wir Kompetenz nur über Geschwindigkeit oder Toolwissen definieren, verlieren wir wertvolles Know-how. Verstehen wir Kompetenz hingegen als Urteilsfähigkeit, Krisenresilienz und Kontextverständnis, werden erfahrene Mitarbeitende zum strategischen Erfolgsfaktor im KI-Zeitalter. Dafür braucht es neue Altersbilder – und echte Übergangslösungen."

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Dr. Michael Müller-Wünsch
CIO bei OTTO,
Otto GmbH & Co. KGaA

"KI macht uns effizienter. Klüger macht sie, wer Kontext mitbringt. Wer Jahrzehnte in komplexen Systemen gearbeitet hat, echte Krisen durchgestanden hat, Transformationen begleitet hat, der bringt genau das mit. Erfahrung ist Kapital."

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Prof.in Jutta Rump
Professorin für Personalmanagement und Organisationsentwicklung an der Hochschule für Wirtschaft und Gesellschaft Ludwigshafen sowie Direktorin des IBE.

"Wir leben länger, bleiben länger gesund, lernen länger und arbeiten länger. Trotzdem halten sich viele Mythen über das Alter hartnäckig. Die Frage darf deshalb nicht lauten: ‚Wie alt sind Menschen?‘, sondern: ‚Was können Menschen?‘ Kompetenz kennt kein Alter. Sie wächst mit Erfahrung, entwickelt sich durch Lernen und entfaltet ihren Wert dort, wo Menschen die Chance erhalten, ihre Potenziale einzubringen. Wer Zukunft gestalten will, darf Alter nicht als Grenze verstehen, sondern als Vielfalt von Perspektiven, Fähigkeiten und Erfahrungen."

Moderation:
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Dr. Leonie Koch
Co-Founderin Change Maker 50plus

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Themenräume am Nachmittag


Charlotte Schmithals und Dirk Wagner Charlotte Schmithals und Dirk Wagner

50+ im Unternehmen: Erfahrung wirksam machen statt Potenziale verschenken

Erfahrung ist da. Leistungsfähigkeit auch. Was oft fehlt, sind die passenden Chancen.

Beim Change Maker 50plus zeigten Charlotte Schmithals von der HDI Group und Dirk Wagner von expensio, wie Unternehmen diese Lebens- und Berufsphase differenzierter in den Blick nehmen können.

Die HDI Group hat dazu eine umfangreiche Wissensbasis aufgebaut und bietet unter anderem zweitägige Seminare für Mitarbeitende 60+ an. Unter dem Titel „Wenn das Wochenende 7 Tage hat“ geht es darum, den Übergang in eine neue Lebensphase bewusst zu gestalten, neue Ziele zu entwickeln und die eigene Rolle nach dem Erwerbsleben zu reflektieren. Gleichzeitig bestehen Möglichkeiten zur Weiterarbeit ebenso wie Modelle der Altersteilzeit.

Dirk Wagner plädierte dafür, weniger in starren Alterskohorten und stärker in Entwicklungsphasen zu denken. Gerade in der Lebensmitte gehe es häufig auch um „innere Arbeit“: um Neuorientierung, Sinn, Selbstbild und die Frage, welche Rolle Arbeit künftig spielen soll. Führungskräfte und HR brauchen dafür eine Ansprache, die diese Veränderungen ernst nimmt und Entwicklung weiterhin ermöglicht.

Im Austausch wurde zugleich deutlich, dass individuelle Vorbereitung allein nicht reicht. Strukturelle Barrieren und Altersstereotype in Unternehmen können berufliche Perspektiven massiv begrenzen – selbst dann, wenn Beschäftigte motiviert und gut aufgestellt sind. Auch die Folgen fehlender Beschäftigungsperspektiven wurden thematisiert, etwa das Risiko von Altersarmut, insbesondere für Frauen.

Dabei geht es um mehr als Einkommen: Arbeit kann auch Würde, Zugehörigkeit und Selbstwirksamkeit bedeuten.

Der zentrale Impuls: Erfahrung wird dann zur Stärke, wenn Unternehmen Entwicklung ermöglichen, Altersbarrieren abbauen und Menschen 50plus nicht verwalten, sondern gezielt weiterdenken.

Birgit Schön, Achim Klaiber, Clemens Meister und Mark Lammers Birgit Schön, Achim Klaiber, Clemens Meister und Mark Lammers

Demografischer Wandel in Banken aktiv gestalten

Erfahrung ist vorhanden. Die entscheidende Frage ist, ob Unternehmen sie konsequent nutzen.

Beim Change Maker 50plus diskutierten Clemens Meister, Achim Klaiber und Mark Lammers, wie Banken und Sparkassen Mitarbeitende 50plus strategisch einbinden können – zwischen Fachkräftesicherung, Digitalisierung und kulturellem Wandel.

Im Mittelpunkt stand die Frage, welche Rahmenbedingungen es braucht, damit erfahrene Beschäftigte ihre Expertise nicht nur erhalten, sondern sichtbar und wirksam einbringen können. Dabei ging es auch um den Mehrwert für Kundinnen und Kunden: Gerade in einer alternden Gesellschaft kann die Erfahrung der Belegschaft helfen, Bedürfnisse besser zu verstehen und Beziehungen langfristig zu gestalten.

Besonders deutlich wurde die Verantwortung von Sparkassen und der L-Bank, wirtschaftlichen Erfolg mit gesellschaftlichem Auftrag zu verbinden. Damit rückte auch die Frage in den Fokus, welche Ansätze sich auf andere Branchen übertragen lassen.

Im Austausch trafen Perspektiven aus Mitbestimmung und HR-Praxis aufeinander. Offen diskutiert wurden Chancen, aber auch strukturelle Herausforderungen bei der Gestaltung alternder Belegschaften.

Der zentrale Impuls: Erfahrung wird dann zur strategischen Ressource, wenn Unternehmen sie bewusst einbinden – für Beschäftigte, Kundinnen und Kunden und die Gesellschaft.

Thomas Bieler und Katharina Schäfer Thomas Bieler und Katharina Schäfer

BuddyING:
Ein neues Angebot für den Austausch zwischen jungen und älteren Kolleg*innen

Was bringt Generationen wirklich zusammen? Nicht Programme allein, sondern persönliche Begegnung.

Beim Change Maker 50plus zeigten Thomas Bieler, Verbraucherschutzbeauftragter der ING-DiBa AG und engagiert im internen Netzwerk „Experienced 50+“, sowie Katharina Schäfer, Diversity Expert bei der ING-DiBa AG, wie generationenübergreifende Vernetzung praktisch gelingen kann.

Mit den internen Netzwerken YoungING und Experienced bringt die ING bereits Beschäftigte innerhalb unterschiedlicher Altersgruppen zusammen. Mit BuddyING wurde dieser Gedanke bewusst weitergeführt: Mitarbeitende verschiedener Generationen wurden gezielt miteinander vernetzt, um unkompliziert und möglichst langfristig in den persönlichen Austausch zu kommen.

Im Mittelpunkt stand dabei nicht nur der Wissenstransfer. Ebenso wichtig waren Perspektivwechsel, gegenseitiges Verständnis und der Abbau von Generationenklischees.

Der zentrale Impuls: Generationenzusammenarbeit entsteht nicht durch Programme allein, sondern durch echte Begegnung, Neugier und regelmäßigen Austausch auf Augenhöhe.

Susanne Fleig, Dr. Gundula Garbe, Katrin Klemm und Kristin Block Susanne Fleig, Dr. Gundula Garbe, Katrin Klemm und Kristin Block

Wie wir Wissenstransfer-Erfolg vorab berechnen.

Wissen sichern ist gut. Wissen wirksam weitergeben ist besser.

Susanne Fleig von der Deutschen Telekom AG und Dr. Gundula Garbe von T-Systems International stellten in ihrem Themenraum eine Methodik vor, mit der sich die Erfolgswahrscheinlichkeit von generationenübergreifendem Wissenstransfer bereits im Vorfeld systematisch einschätzen lässt. Grundlage waren Erkenntnisse aus einer Best-Practice-Analyse der Deutschen Telekom und der Arbeit der Better Together: Intergenerational Community.

Im Mittelpunkt standen drei Faktoren: Empathie zwischen den Beteiligten, die Praxistauglichkeit der eingesetzten Methoden – einschließlich KI-Tools – und die Messbarkeit des wirtschaftlichen Nutzens. Daraus entstand eine Messmatrix, die Wissenstransfer nicht nur qualitativ beschreibt, sondern strukturiert bewertbar macht.

Die Teilnehmenden arbeiteten direkt mit der Methodik: Eine Matrix betrachtete die Verfügbarkeit und Business-Kritikalität von Wissen, eine zweite die Wirksamkeit unterschiedlicher Transfermethoden. Dabei wurden auch Teamdiversität und der Einsatz von KI berücksichtigt.

So wurde deutlich, dass erfolgreicher Wissenstransfer mehr braucht als Dokumentation oder klassische Schulungen. Entscheidend sind passende Formate, Vertrauen, Verbindlichkeit und Methoden, die zur konkreten Arbeitssituation passen.

Der zentrale Impuls: Nachhaltiger Wissenstransfer lässt sich gezielt vorbereiten – wenn Unternehmen Wissen, Menschen, Methoden und Wirkung gemeinsam betrachten.

Angelika Gaßmann, Klaus Minten und Stefan Robiné Angelika Gaßmann, Klaus Minten und Stefan Robiné

Der Abschied als blinder Fleck.
Was Unternehmen übersehen, wenn Mitarbeitende gehen

„Wenn einer geht, sind viele betroffen.“

Mit diesem Satz brachte Angelika Gaßmann beim Change Maker 50plus auf den Punkt, warum der Übergang in den Ruhestand weit mehr ist als eine private Angelegenheit.

Gemeinsam mit Klaus Minten und Stefan Robiné rückte sie einen Abschnitt des Mitarbeiterlebenszyklus in den Fokus, der in vielen Unternehmen noch wenig gestaltet wird: den Abschied langjähriger Beschäftigter. Während Onboarding meist klar strukturiert ist, endet die Erwerbsphase häufig mit einem letzten Arbeitstag, einer Verabschiedung und wenigen administrativen Schritten.

Dabei ist der Übergang ein komplexer Prozess. Für die Gehenden geht es um Identität, Wertschätzung und die Frage, wer man ist, wenn die berufliche Rolle endet. Für Unternehmen geht es um Wissen, Beziehungen, Nachfolge und die Möglichkeit, Expertise auch nach dem formalen Ausscheiden weiter einzubinden.

Ein zentrales Thema war deshalb der Wissenstransfer: Menschen wollen nicht nur als Wissensspeicher genutzt werden. Wissenstransfer beginnt mit Beziehung und echter Wertschätzung. Gerade gutes Offboarding kann deshalb neue Formen der Zusammenarbeit auch über das Erwerbsleben hinaus ermöglichen.

Deutlich wurde zudem: Neben dem administrativen Prozess braucht es immer auch einen menschlichen Prozess. Wie ein Unternehmen mit dem Abschied langjähriger Mitarbeitender umgeht, sendet auch ein starkes Signal an diejenigen, die bleiben.

Der zentrale Impuls: Die Frage ist nicht, ob Menschen gehen – sondern wie. Gutes Offboarding ist Führungs-, Kultur- und Zukunftsaufgabe zugleich.

Sophie Loebjinski und Nicole Schmutte Sophie Loebjinski und Nicole Schmutte

Generationen-Mentoring im NDR

Was passiert, wenn Gen X und Gen Z nicht übereinander sprechen, sondern miteinander arbeiten?

Beim Change Maker 50plus stellten Nicole Schmutte und Sophie Loebjinski vom NDR das Generationen-Mentoring des Norddeutschen Rundfunks vor. Das Pilotprojekt war im November 2025 gestartet und sollte den intergenerationalen Austausch stärken, neue Kontakte schaffen und Beschäftigte dabei unterstützen, unterschiedliche Perspektiven im Arbeitsalltag besser zu verstehen.

Dafür entwickelte der NDR eine eigene digitale Mentoring-Plattform, über die generationenübergreifende Tandems anhand verschiedener Kategorien gematcht wurden. Nach sechs Monaten Pilotphase kamen die Tandems im Mai 2026 zu einer Auswertungs- und Vernetzungsveranstaltung zusammen, reflektierten ihre Zusammenarbeit und knüpften neue Kontakte über das eigene Tandem hinaus.

Besonders anschaulich wurde der Themenraum durch die persönliche Perspektive der beiden Referentinnen: Nicole Schmutte aus der Generation X hatte das Programm gemeinsam mit einem Kompetenzteam entwickelt und selbst daran teilgenommen. Sophie Loebjinski aus der Generation Z war ihre Tandempartnerin. Gemeinsam berichteten sie aus der Praxis und gaben Hinweise dazu, wie sich ein ähnliches Format auch in anderen Unternehmen aufsetzen lässt.

Der zentrale Impuls: Generationen-Mentoring schafft dann Mehrwert, wenn aus unterschiedlichen Erfahrungen echte Beziehungen entstehen und beide Seiten voneinander lernen.

Grafik: Hanse Häppchen

Hansehäppchen und Closing


Den Abschluss des Tages bildeten die Resonanzrunden bei unseren "Hansehäppchen". 

Alle Teilnehmenden hatten hier die Möglichkeit, sich auszutauschen, Eindrücke zu teilen, Feedback zu geben und Kontakte aufzubauen. 

"Closing und Hansehäppchen" werden durch die Initiatoren/-innen von "Change Maker 50plus" moderiert.

Foto von Dr. Leonie Koch Foto von Dr. Leonie Koch
Dr. Leonie Koch
Foto von Klaus-Peter Mikulla Foto von Klaus-Peter Mikulla
Klaus-Peter Mikulla
Foto von Susanne Sabisch-Schellhas Foto von Susanne Sabisch-Schellhas
Susanne Sabisch-Schellhas
Foto von Nicole Schmutte Foto von Nicole Schmutte
Nicole Schmutte
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Moderation


Ann-Christin Stooß
Diversity & Inclusion Managerin, Beiersdorf AG

CHANGE MAKER 50PLUS IN DEN LETZTEN JAHREN


DANK AN DIE UNTERSTÜTZER 2026